Sportlerin des SV Kirchzarten startete erstmals im Junioren-Nationalkader

Zwei Trainingscamps in Mallorca und Girona mit der deutschen Nationalmannschaft brachten der jungen Athletin die erforderliche Startkonstitiution für ihre erste Saison in der Juniorenklasse.

Und sie startete früh in die Saison: bereits Anfang März reiste sie nach Albenga/ Italien um ihr erstes UCI World Junior Series Rennen zu bestreiten. Die UCI Junior Series ist die höchste offizielle Rennserie im Mountainbike-Cross-Country ( XCO)  für die Junior*innen. Die Serie dient jungen Talenten als internationale Plattform, um sich auf höchstem Niveau zu messen und Weltranglistenpunkte zu sammeln.

Herausfordernd waren die längeren Distanzen und die überwiegend im Ausland stattfindenden Rennen. Erster Saisonhöhepunkt waren gleich 2 Rennen im Rahmen des Weltcups in Nove Mesto/ Tschechien. Maxi qualifizierte sich für das XCC-Rennen ( Shortrace ) und konnte dies als 34. beenden. Im darauffolgenden XCO-Rennen zeigte sie, wofür sie trainiert hatte und konnte sich von Startplatz 56 auf den 25. Platz auf einem herausfordernden Kurs vorarbeiten und war hier beste deutsche Juniorin.

Die international besetzten Rennen waren eine große Umstellung, da hier deutlich härter und schneller gefahren wird. Die Trainingsumfänge und -intensitäten waren anzupassen. Sie trainierte weiter konsequent und diszipliniert, und das unter allen Wetterbedingungen. Intervalle bei 39 Grad im Zastlertal oder daheim auf der Rolle wenn es draussen gewitterte. Denn sie hatte ein Ziel fest vor Augen: Die Europameisterschaft. Die folgenden Rennen liefen gut, und Maxi konnte mehrmals Top 20 Ergebnisse erzielen.

Es folgte die Teilnahme am Ultrabike Marathon in Kirchzarten, bei dem sie den Short-Track über 40 km/ 850 Höhenmeter gewann. Maxi fuhr in der Saison 2026 für das Lexware-Mountainbike Team und über diesen Sieg bei ihrem Heimrennen freute sie sich besonders: Als 16-Jährige über alle Altersklassen, mit einem Vorsprung von mehr als 7 Minuten und an der Strecke überall Menschen, die sie kennen und anfeuerten.

Das Wochenende darauf stand die Deutsche Meisterschaft im Kalender. Leider lief diese nicht ganz nach Wunsch, nach einem Reifendefekt ein etwas undankbarer 4. Platz. Die bisherigen Saisonergebnisse waren so überzeugend, dass Maxi für die Europameisterschaft nominiert wurde.

Bei der EM Anfang August im schweizerischen Rivera bestätigte Maxi ihre Nominierung mit einem 11. Platz im XCC und einem 16. Platz im XCO. Aufgrund dieser Ergebnisse wurde Maxi kurz vor ihrem 17. Geburtstag zur Weltmeisterschaft nominiert. Was für ein Geburtstagsgeschenk! Den letzten Schliff für die WM holte sich das deutsche Junioren-Nationalteam dann im Trainingscamp in La Bresse im Elsass.

Mit der WM in Val di Sole Ende August folgte dann der Höhepunkt der Saison. Aus der zweitletzten Startreihe startend konnte Maxi sich bis auf den 34. Platz ( von 70 Starterinnen ) in der U19-Klasse vorarbeiten. Diesen errang sie sich zum Schluss durch einen Zielsprint mit einer Kanadierin, den sie für sich entscheiden konnte. Mit der Platzierung war sie nicht ganz zufrieden, in ihrem Jahrgang jedoch hatte sie die 10. schnellste Zeit über die anspruchsvolle Gesamtstrecke.

 

Zum Ende der Saison stand ein weiteres Junior Series Rennen im schweizerischen Huttwil an. Hier wurde sie 8. und erzielte damit ihr bestes Ergebnis in der Rennserie. Das erste Jahr in der Junior*innen-Klasse war sehr herausfordernd und spannend zugleich. Und genau das gefällt der jungen Kirchzartenerin.

Nach einer kleinen Pause geht’s nun wieder auf die Langlaufski. Nebenbei steht dann noch das Abi an. Langeweile ist nicht angesagt. Die Vorfreude auf den Winter und die kommende Bikesaison ist groß.

Christian Kaindl

Autor Christian Kaindl

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