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Weltcup-Triumphe schüren Hoffnungen

Im Biathlon-Sprint über 7,5 Kilometer am Samstag erhoffen sich beim Auftakt, motiviert durch die Resultate beim bislang einzigen Weltcup dieses Winters im Dezember 2022, Medaillen.
Im finnischen Vuokatti gab es drei deutsche Premierensiege durch die 16 und 19 Jahre alten Paralympics-Entdeckungen Linn Kazmaier und Leonie Walter sowie durch Nico Messinger, der elf Jahre lang auf diesen Triumph hingearbeitet hat.

Der Sprint-Experte Marco Maier, doppelter Silbermedaillen-Gewinner der Paralympics in Peking 2022, darf sich in Östersund gleichsam etwas ausrechnen.
Zumal er den Kurs gut kennt und schätzt. Er gewann auf ihm vor ziemlich genau einem Jahr im Langlauf-Sprint sein erstes und bislang einziges Weltcup-Rennen.

Den angekurbelten Ehrgeiz in der deutschen Mannschaft bewertet der Bundestrainer als positiv. Ralf Rombach ruft aber auch zu Demut auf.
Erstens war zuletzt in Vuokatti nicht die komplette Weltelite präsent und die sonst sehr starken Athletinnen und Athleten aus der Ukraine schwächer als gewohnt.
„Zweitens gibt es immer Umstände, die du nicht beeinflussen kannst.“ Rombachs Forderung an seine Schützlinge lautet daher: fokussiert und locker bleiben.

Bei den Männern stehend sind in Alexander Ehler, Steffen Lehmker und Sebastian Marburger drei weitere Deutsche vertreten. Lehmker und Marburger kommen aber wegen verzögerter Anreisen erst kommende Woche zum Einsatz.
Bei den Frauen mit Sehbeeinträchtigung komplettiert Johanna Recktenwald das deutsche Trio.
Die Saarländerin präsentierte sich zuletzt ebenfalls stark, muss aber in Schweden auf ihren gewohnten Guide verzichten.
Der KIrchzartener Valentin Haag ist derzeit als Langläufer bei den Welt-Universitäts-Winterspielen in Lake Placid (USA) im Einsatz. Der erfahrene Guide Lutz Klausmann vertritt ihn.

Das deutsche Aufgebot für Östersund (Name, Alter, Geburtsort, Verein):

Frauen mit Sehbeeinträchtigung: Linn Kazmaier (16 / Nürtingen / SZ Römerstein, Guide: Florian Baumann / 21 / Nürtingen / SZ Uhingen), Johanna Recktenwald (21 / St. Wendel / Biathlon-Team Saarland, Guide: Lutz Klausmann / 30 / Titisee-Neustadt/ SV St. Georgen), Leonie Walter (19 / Freiburg / SC St. Peter, Guide: Pirmin Strecker / 20 / Freiburg / SV Kirchzarten)

Frauen sitzend: Andrea Eskau (51 / Apolda / USC Magdeburg), Merle Menje (18 / Mainz / StTV Singen), Anja Wicker (31 / Stuttgart / MTV Stuttgart)

Männer mit Sehbeeinträchtigung: Nico Messinger (28 / Freiburg / Ring der Körperbehinderten Freiburg, Guide: Robin Wunderle / 24 / Freiburg / SC Todtnau)

Männer stehend: Alexander Ehler (53 / Leninogorsk (KAZ) / SV Kirchzarten), Steffen Lehmker (34 / Uelzen / WSV Clausthal-Zellerfeld), Marco Maier (23 / Oberstdorf / SV Kirchzarten), Sebastian Marburger (25 / Frankenberg (Eder) / SK Wunderthausen)

 

Der Zeitplan:

Samstag, 21. Januar, 10.30 Uhr bis 15.25 Uhr: Biathlon-Sprint (7,5 km)

Sonntag, 22. Januar, 9.30 Uhr bis 15.35 Uhr: Langlauf Langdistanz klassisch (18 km)

Dienstag, 24. Januar, 12.30 Uhr bis 17.30 Uhr: Langlauf-Sprint freier Stil (0,8 km für sitzende Klasse, 1,2 km für stehende Klassen)

Mittwoch 25. Januar, 9.30 Uhr bis 15 Uhr: Biathlon Mitteldistanz (10 km)

Freitag, 27. Januar, 10 Uhr bis 15.16 Uhr: Biathlon Einzelrennen (12,5 km)

Samstag, 28. Januar, 12 Uhr bis 16.05 Uhr: Langlauf Mitteldistanz freier Stil (10 km)

Sonntag, 29. Januar, 10 Uhr bis 12.35 Uhr: Langlauf-Staffeln Mixed und Offen (4×2,5 km)

Weitere Informationen zum Team:

https://www.nordski.de

Weitere Informationen zur Weltmeisterschaft:

https://winterparasport.com

Übersicht über alle Ergebnisse und Termine:

https://www.fis-ski.com/en/para-snowsports/para-nordic/historical-results

Foto: Martin Haag / nordski.de

Christian Kaindl

Autor Christian Kaindl

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